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Drogen

 

Die Beurteilung aus Anlass einer Kündigung, ob eine hochgradige Alkoholisierung im Privatbereich Rückschlüsse auf die Zuverlässigkeit eines Berufsfahrzeugführers zulässt, liegt weitgehend im Beurteilungsspielraum des Tatsachengerichts.

BAG, 4.6.1997, 2 AZR 526/96

 

Ein nicht auf Alkoholabhängigkeit beruhender Alkoholmissbrauch im Betrieb ist an sich geeignet, eine verhaltensbedingte Kündigung i. S. des § 1 II KSchG zu rechtfertigen. BAG, 26.1.1995, 2 AZR 649/94

 

Kündigt der Arbeitgeber wegen Trunksucht, richtet sich die Beurteilung der Kündigung nach den Rechtssätzen für die krankheitsbedingte Kündigung. Aus den Besonderheiten der Trunksucht kann sich aber die Notwendigkeit ergeben, an die Prognose im Hinblick auf die weitere Entwicklung der Alkoholabhängigkeit geringere Anforderungen zu stellen. BAG, 9.4.1987, 2 AZR 210/86

 

Ist der Arbeitnehmer im Zeitpunkt der Kündigung nicht therapiebereit, kann davon ausgegangen werden, dass er von dieser Krankheit in absehbarer Zeit nicht geheilt wird. Eine von ihm nach Ausspruch der Kündigung durchgeführte Therapie und ihr Ergebnis können daher nicht zur Korrektur der Prognose herangezogen werden.

BAG, 9.4.1987, 2 AZR 210/86