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Im Interesse des Gemeinwohls ist der Beruf des Rechtsanwalts nach den Grundsätzen der freien Advokatur als ein vom Staat grundsätzlich unabhängiger freier Beruf ausgestaltet (BVerfG, Beschluss vom 14. September 1984 - 1 BvR 1155/84 -, JZ 1984, S. 1042) und das Berufsbild des Rechtsanwalts somit durch äußere und innere Unabhängigkeit geprägt (BGH, Beschluss  vom 15. Mai 2006 - AnwZ(B) 43/05 -). Der Rechtsanwalt ist somit nicht berufen als sog. Arbeitnehmer- oder Arbeitgeberanwalt irgendwelche Ideologien zu vertreten, sondern als Anwalt seines Mandanten, sei dieser nun Arbeitgeber oder Arbeitnehmer, ausschließlich dessen rechtlich geschützte Interessen. Dies freilich mit Augenmaß, um das Ziel nicht zu gefährden. Dabei erweist sich als Vorteil, nicht festgelegt zu sein, sondern ohne ideologische Scheuklappen dem Mandanten zu helfen, seine Probleme zu erkennen, richtig einzuordnen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln.

 

Wissen was geht  -  Das Arbeitsrecht ist besser als sein Ruf

 

Wer sich mit dem Hammer auf den Daumen schlägt, wird auch nicht auf den Hammer schimpfen. Auch im Arbeitsrecht geht nichts ohne fachliche und soziale Kompetenz. Die Ausschöpfung aller innovativen Möglichkeiten der Interessenvertretung ohne Preisgabe von Entscheidungssicherheit setzt die Kenntnis bestehender Risiken und die zupackende Bereitschaft zur Erarbeitung und konsequenten Nutzung möglicher Chancen als selbstverständlich voraus. Anspruchsvolle Beratung fordert Rechtsanwalt und Mandant gleichermaßen. Das komplexe Sozialgefüge, in dem das (Arbeits-)recht wirkt, verlangt aber nicht nur richtige Entscheidungen, sondern auch deren angemessene Vermittlung. Mitarbeitervertretung und Personalführung sollen zur Mitarbeit bei anstehenden Fragen anregen und Akzeptanz für gefundene Antworten verstärken.